Heute war ich wieder in meinem Lieblingskino Casablanca, und habe mir 13 Tzameti (offizielle Seite)angesehen. Vorab: wer den Film evtl. gucken moechte, sollte sich im Vorhinein keine Informationen zum Plott besorgen.Ich zitiere hier auch mal mit der Filmbeschreibung vom Casablanca, die vieles wiedergibt, was ich auch selbst empfinde: (Nicht nur) Mein stärkster Eindruck von der letztjährigen Filmmesse in Leipzig: 13 Tzameti. Unbelastet von Beschreibungen, Bildern oder gar Meinungen begegnete ich dem Film und genoß zunächst vergnügt Hitchcock-Filmzitate: Ein Briefkasten, dramatische Musik, dann der Brieftröger... Eine merkwördige Gesellschaft, fremd und doch vertraut, in der der junge Georgier Sebastien sein Auskommen sucht - auch für seine Familie. In Frankreich oder anderswo - jedenfalls in der Fremde. Dann scheinbar eine Chance: Ein Brief kommt und verheißt viel Geld. Der Brief - auch von anderen begehrt - bringt freilich keine Geschenke. Zwar riet ich zeitig richtig, doch bis zur Klarheit eine immer unerträglicher werdende Spannung. Die noch übertroffen wurde, nachdem eigentlich alles klar schien - und ebenso tief erschütterte, weil 'eigentlich' alles unspektakulär aber gnadenlos ablief - und das 'freiwillig'. Mein alter Freund Sigi sagte gerne: " Man hat mich gezwungen. Mit viel Geld." Aber Geld macht nicht glücklich, es beruhigt auch nicht. Freilich: So sind Menschen. Auch wenn besonders eindrucksvolle Typen im Film mitwirken - es geht um unsere Nachbarn - und deren Nachbarn. Großes Kino.
Für mich war es sicherlich einer der Nerven aufreibendste Film seit sehr, sehr langer Zeit, der eine total perverse Handlung beschreibt. Ich habe vor Spannung gezittert.
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